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| 4 | Wilhelmshavener HV | 2:0 | 5 |
| 5 | GWD Minden | 2:0 | 5 |
| 6 | HC Empor Rostock | 2:0 | 3 |
| 7 | TUSEM Essen | 2:2 | 6 |
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"In Kiel zu spielen ist für jeden Handballer unvergesslich"
Jannik, du bist einer von den Nachwuchsspielern, die ab der kommenden Saison im erweiterten Kader der ersten Mannschaft von GWD Minden stehen. Wie sehr freust du dich über die Chance, dich weiter empfehlen zu können?
Ich freue mich natürlich sehr auf die kommende Saison und ich finde diese Aufgabe sehr reizvoll. Gerade für uns junge Spieler, die sich erst noch beweisen müssen, wird es nicht leicht. In der zweiten Liga wird mehr Verantwortung auf uns zukommen als vielleicht letzte Saison in der ersten Liga, wo wir als „Youngstar" noch etwas unbeschwerter aufspielen konnten. Ab dieser Saison gehören wir genauso zum Team und von uns wird genauso viel Einsatz erwartet wie von den „alten Hasen".
Du konntest schon ein paar Mal Erstliga-Luft schnuppern. Welche Spiele sind dir dabei besonders in Erinnerung geblieben?
Besonders in Erinnerung sind mir eigentlich alle Spiele geblieben, denn jedes Bundesligaspiel hatte seinen Reiz für mich. Ich wollte so viel Bundesligaluft schnuppern wie es eben möglich war. Ganz besonders aufregend war das Spiel in Kiel vor 10250 Zuschauern. Dort zu spielen ist bestimmt für jeden Handballer unvergesslich. Ich kann dazu nur sagen, dass ich Gänsehaut pur hatte. Und was dieses Spiel zu einem ganz besonderen Erlebnis gemacht hat, war der Treffer gegen Thierry Omeyer, auch wenn ich danach noch einmal kläglich gescheitert bin. Das hat mich im Nachhinein zwar geärgert aber dieser persönliche Erfolg war letztlich doch wichtiger für mich.
Mit der A-Jugend hast du in diesem Jahr die erste Auflage des Rookie-Cups in Berlin gewonnen. Hattet ihr im Vorfeld damit gerechnet so weit zu kommen?
Das wir den Rookie-Cup gewonnen haben, war natürlich super. Wir wissen nun wo wir im Vergleich zu anderen Mannschaften stehen. Aber so wirklich damit gerechnet haben wir nicht, denn die Konkurrenz war sehr groß und man musste bei jedem Spiel 110% geben, um zu gewinnen. Jedoch freut es mich umso mehr, dass wir uns in diesem Feld durchsetzen konnten. Oft spielt bei einem Turnier die Tagesform eine entscheidende Rolle und ich würde behaupten, dass wir während des ganzen Turniers eine konstante und gute Leistung gebracht haben.
Im Final Four um die deutsche Meisterschaft habt ihr in diesem Jahr den dritten Rang belegt. Wie zufrieden bist du mit der Platzierung?
Diese Saison als drittbeste Mannschaft in Deutschland zu beenden ist natürlich großartig. Wir hatten keine leichte Saison, aufgrund von Doppelbelastungen mit der 2. Herren sowie der 3. Herren und teilweise auch unseren Bundesligaeinsätzen. Aber ich persönlich finde es auch ein wenig schade, dass wir nur Dritter geworden sind. Wenn man am Final Four teilnimmt, möchte man unbedingt als Deutscher Meister nach Hause fahren. Besonders ärgerlich ist es für uns ältere Spieler, da wir nun aus der Jugend in den Seniorenbereich wechseln und wir nicht die Chance auf eine weitere Teilnahme an dieser Endrunde haben werden. Deswegen hätten wir umso lieber das Jugend-Abschlussjahr nochmal mit dem DM-Titel gekrönt. Trotz alledem haben wir eine super Saison gespielt und wir können stolz auf uns und das Erreichte sein!
Zurück zu der Bundesliga-Mannschaft: Wie siehst du die Chance des Teams, den sofortigen Wiederaufstieg in die erste Liga zu realisieren?
Ich sehe den sofortigen Wiederaufstieg als eine lösbare Aufgabe. Wir haben in dieser Saison eine sehr gute Mannschaft, die breit gefächert ist. Vor allem der große Kader wird sich positiv auswirken und wenn alle fit sind, können wir unser Ziel auch erreichen. Aber man darf die Liga auf gar keinen Fall unterschätzen. Ich denke nicht, dass das ein „zu Null" Durchmarsch wird, aber ich hoffe und glaube, dass am Ende der Saison GWD auf dem Aufstiegsplatz stehen wird.
Ist es für junge Spieler wie dich etwas Besonderes, mit Größen wie Dalibor Doder in einem Team spielen zu können?
Natürlich ist es aufregend mit Leuten wie Dalibor zusammen zu spielen. Gerade am Anfang ist man da noch eher zurückhaltend und vorsichtig. Aber man sollte schon versuchen dieses Verhalten so schnell wie möglich abzulegen. Denn im Grunde genommen sind das doch genauso Menschen wie wir auch, nur dass die ihren Beruf sehr gut beherrschen. Natürlich kann man gerade als junger Spieler viel lernen und sich viele Dinge abschauen. Ich bin immer froh, wenn ich hilfreiche Tipps und Tricks gezeigt bekomme, denn man möchte sich natürlich weiterentwickeln und immer mehr dazulernen!
Die ersten Trainingstage in der Vorbereitung hast du nun schon hinter dir. Wie anstrengend ist das Training unter Ulf Schefvert?
Das Training ist teilweise schon echt anstrengend und ich glaube, dass es in den nächsten Wochen noch viel härter wird. Aber mit diesem Gedanken hat man sich schon abgefunden, denn das gehört halt zur Vorbereitung dazu. Am meisten musste ich mich daran gewöhnen, zweimal täglich zu trainieren. Doch inzwischen macht es immer mehr Spaß, besonders wenn man ein so großes Ziel wie den Wiederaufstieg vor Augen hat.
Du hast gerade dein Abitur gemacht. Wie geht es beruflich bei dir weiter? Wirst du dich vermehrt auf den Handball konzentrieren?
Beruflich würde ich gerne den Weg des Polizisten einschlagen. Ich habe schon alle Einstellungstests bestanden und warte nur noch auf eine Zusage. Dort habe ich mich für eine besondere Ausbildungsform für Leistungssportler beworben, womit meine Ausbildungszeit von drei auf fünf Jahre verlängert wird. Das gibt mir ausreichend Zeit, mich weiterhin noch auf Handball zu konzentrieren.
© GWD Minden - nela
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