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Aktuelle Tabelle
| 2 | 1. VfL Potsdam | 4:0 | 10 |
| 3 | Eintracht Hildesheim | 4:0 | 9 |
| 4 | GWD Minden | 3:1 | 5 |
| 5 | HC Empor Rostock | 3:1 | 3 |
| 6 | Wilhelmshavener HV | 2:0 | 5 |
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HinterGRÜN.de: GWD - MT Melsungen
Schon seit Wochen vergeht kein Spieltag in der TOYOTA Handball-Bundesliga, an dem GWD Minden nicht wieder einen neuen Verletzten zu vermelden hätte. Und so stellte auch das Match gegen MT Melsungen keine Ausnahme dar. Dieses Mal hatte es Nikolas Katsigiannis erwischt, der sich beim Lauftraining eine Wadenzerrung zuzog, die ihn dazu zwang, seinen Platz hinter der Bank einzunehmen. Während sich an seiner Seite mit Damian Wleklak, Evars Klesniks, Moritz Schäpsmeier, Georg Auerswald und Stephan Just fast eine komplette Mannschaft tummelte, machte sich diesseits der Bande eine GWD-Truppe ans Werk, auf die man vor dem Anpfiff sicherlich keinen Pfifferling gegeben hätte.
Doch was Christopher Kunisch, Rene Bach Madsen und ihre Nebenmänner aufs Parkett brachten war alles andere als die ängstliche Vorstellung eines Underdogs. „Ich glaube nicht, dass man bei einem Spieler sagen kann, dass er schlecht gespielt hat", zeigte sich auch Frank von Behren von dem Auftritt seiner Schützlinge begeistert und stellte dabei einen ganz besonders heraus, der eigentlich zur zweiten Garde der Dankerser gehört: „Conny hat heute überragend gespielt. Er hatte in dieser Woche nur einmal Gelegenheit, mit der Mannschaft zu trainieren. Wie er unter diesen Voraussetzungen die Fäden gezogen hat, ist einfach unglaublich." In der Tat gewann Kunisch schnell das Vertrauen seiner Trainer und durfte in der Offensive komplett durchspielen. Der Torschützenkönig der Regionalliga glänzte mit vielen herrlichen Anspielen und traf ganz nebenbei auch noch selbst dreimal ins Schwarze. Mit Christian Skusa, Torben Lommel, Jan Camen und Nils Dresrüsse fanden sich neben Kunisch noch vier weitere Akteure der zweiten Mannschaft auf dem Bundesliga-Spielberichtsbogen wieder. Bis auf Linkshänder Camen durfte sich jeder von Ihnen über einen Kurzeinsatz freuen, am meisten Grund zum Jubeln hatte Nils Dresrüsse als er beim Stand von 26:26 einen Siebenmeter von Nenad Vuckovic entschärften konnte.
Nicht nur den Statistik-Freaks dürfte am 26. Spieltag der Mann mit der Nummer 21 aufgefallen sein. Rene Bach Madsen, mit neun Treffern am Montag erfolgreichster Dankerser, scheint an der immer schwieriger werdenden Aufgabe zu wachsen. Je mehr Verantwortung auf den 25jährigen Dänen zukommt, desto besser scheint seine Form zu werden. Auch gegen Melsungen traf Madsen aus dem linken Rückraum fast nach Belieben und zeigte dabei eine derart couragierte Leistung, dass Gästetrainer Ryan Zinglersen ihm zeitweise sogar eine Sonderbewachung zukommen ließ.
Als nicht weniger zuverlässig erwies sich ein anderer Skandinavier im GWD-Dress: Svenn-Erik Medhus, nach dem Ausfall von Katsigiannis erste Wahl zwischen den Pfosten, bewies wieder einmal, dass er zur Stelle ist, wenn man ihn braucht. Mit insgesamt 17 Paraden hielt der Norwegen (fast) alles, was zu halten wahr und sorgte dafür, dass sein Team zu jeder Phase der Partie im Rennen blieb.
Ob die Mindener nach dem Abpfiff nun mit halbleeren oder halbvollen Händen dastehen, darüber mag man sich streiten. Ob dieser eine Punkt ausreicht, um sich noch einmal im Kampf und den Klassenerhalt zurück zu melden, wird sich erst in wenigen Wochen zeigen. Sicher ist aber, dass die Grün-Weißen mit dieser Leistung, nicht nur sich selbst, sondern auch ihren Fans bewiesen haben, dass der Handball an der Weser noch lebt. „Jedem Zuschauer, der heute enttäuscht aus der Halle gegangen ist, dem kann ich auch nicht mehr helfen", hofft auch Frank von Behren, dass die Leistung der Mannschaft entsprechend vom Publikum honoriert wurde. Schließlich waren etwa 2.500 Mindener am letzten Ostertag Zeuge eines kleinen Handballwunders, denn: „Ein Unentschieden gegen Melsungen in dieser Konstellation, das hätte uns bestimmt niemand zugetraut."
© GWD Minden - bra
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