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29.06.10

„Das wird die härteste Vorbereitung überhaupt!“

„Das wird die härteste Vorbereitung überhaupt!“
Die Saison 2009/2010 ist Geschichte, das Kapitel Handball-Bundesliga für GWD Minden zunächst einmal auch. Jetzt konzentriert man sich an der Weser auf die bevorstehende Spielzeit und auf den Wiederaufstieg in das Oberhaus. Kurz vor ihrem Urlaub trafen sich Gylfi Gylfason, Rene Bach Madsen und Aljoscha Schmidt mit GWD-Mitarbeiterin Nela Müller und sprachen über das, was sie und ihre Mitspieler in den nächsten Monaten erwartet.

Wieso habt ihr trotz Abstieg eure Verträge bei GWD Minden verlängert?

Gylfason: Mir gefällt es in Minden gut. Meine Familie und ich fühlen uns hier sehr wohl. Außerdem hatten wir keine Lust umzuziehen. Ich denke, dass wir für die nächste Saison eine gute Mannschaft haben und das Ziel Liga eins ziemlich reizvoll ist.
Madsen: Mir geht es genauso. Minden ist eine super Handballstadt und ich glaube, dass wir mit Ulf Schefvert auch nur ein Jahr zweite Liga spielen werden.
Schmidt: Mich hat das ganze Konzept überzeugt. Ich denke auch, dass wir definitiv nur eine Saison in der Nordstaffel spielen. Vor allem mit den Neuverpflichtungen Anders Persson und Dalibor Doder sind wir hervorragend aufgestellt.

Ihr glaubt also an den sofortigen Wiederaufstieg?

Schmidt:
Ich glaube daran, allein schon wegen des guten Teams. Das liegt aber nicht nur an Leuten wie Doder, sondern an allen. Denn wir gehören alle zur Mannschaft.

In der kommenden Saison wird GWD eine starke erste Acht stellen und die zweite Reihe mit Nachwuchsspielern auffüllen. Was haltet ihr von diesem Zwei-Säulen-Modell?

Gylfason:
Man muss auch immer bedenken, dass wir wohl nicht abgestiegen wären, wenn wir in der vergangenen Spielzeit nicht so viele Verletzte gehabt hätten. Wir konnten nicht auf erfahrene Spieler zurückgreifen. Jedem aus der „Super-Acht" kann auch jetzt wieder schnell etwas passieren. Ich hoffe sehr, dass wir dieses Mal einigermaßen gesund durch die Saison kommen werden.

Die Fans konnten sich in der vergangenen Saison von den Nachwuchsspielern erste Eindrücke verschaffen. Wie sind eure Ansichten über die „Youngsters"?

Madsen:
Sie sind gute Spieler, müssen aber hart an sich arbeiten. Vor allem sollten sie Kraft und Handball trainieren. So habe ich das auch gemacht. Teilweise habe ich auch zwei Mal nachmittags trainiert.

Minden hat mit Carl Johan Andersson, Anders Persson und Dalibor Doder drei neue Schweden verpflichtet. Habt ihr sie schon spielen sehen bzw. haben sie schon mal mit euch ein Probetraining absolviert?

Madsen:
Ich kenne Carl Johan, denn ich habe mit ihm zusammen zwei Jahre in Spanien bei Torrevieja gespielt. Gegen Dalibor bin ich auch schon mal angetreten. Und ein Freund von mir kennt Anders aus Dänemark. Er sagt, dass er ein Klassetorwart ist.
Schmidt: Ich habe Dalibor bisher nur im Fernsehen beobachtet. Er ist schon ein Ausnahmemittelmann.

Die zweite Liga Nord wird nicht ganz so schwer eingestuft, wie die Südstaffel. Vor welchen Mannschaften muss man sich trotzdem besonders in Acht nehmen?

Schmidt:
Wir müssen uns vor allen in Acht nehmen. In dieser Saison wird es doppelt so schwer, denn die Mannschaften werden mit uns richtig hart ins Gericht gehen. Man hat ja quasi in jedem Match die Favoritenrolle.

Aljoscha und Gylfi: Ihr trefft mit TUSEM Essen und dem Wilhelmshavener HV auf eure alten Vereine. Habt ihr noch Kontakt zu den Mannschaften und freut ihr euch auf die Begegnungen?

Gylfason:
Ein bisschen Kontakt hat man noch und ich freue mich auf die Begegnung. Am Ende will ich aber nur gewinnen. Das ist schon etwas Besonderes. Ich kenne aber nicht mehr so viele der Spieler.
Schmidt: Schön ist es natürlich. Ich kenne noch Ben Schütte und freue mich auch auf die Leute, die drum herum sind. Das gibt einem noch mal den Ansporn, 110 Prozent zu geben. Sie sollen ja sehen, warum man in der besseren Mannschaft spielt.

Wie sieht eure Vorbereitungsphase für die nächste Saison aus?

Gylfason:
Vor allem Krafttraining und Laufen. Aber erst mal haben wir drei Wochen frei und dann geht es weiter.
Schmidt: Ich glaube, das wird die härteste Vorbereitung überhaupt. So etwas hatte ich noch nicht.
Madsen: Da stimme ich zu. Ich freue mich auch darauf, dass ich was im Urlaub machen darf. (lacht)

Was habt ihr für die handballfreie Zeit geplant?

Gylfason:
Ich fahre mit meiner Familie nach Island und wir werden dort auch den ganzen Urlaub verbringen.
Madsen: Ich mache 14 Tage Urlaub in Dänemark. Danach geht's mit meiner Freundin eine Woche nach Spanien. Und natürlich mache ich brav meine Lauf- und Kraftübungen.
Schmidt: Mit der Familie geht es eine Woche nach Mallorca und danach mache ich vielleicht noch eine Städtereise mit meiner Frau.