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FISCHERCGD
20.04.10

VorderGRÜNdig: Rhein-Neckar Löwen - GWD

VorderGRÜNdig: Rhein-Neckar Löwen - GWD
Nach einer zwei wöchigen Bundesligapause, die wegen des Lufthansa Final Fours in Hamburg zwangsweise für alle nicht teilnehmenden Mannschaften entstand, startet GWD Minden am Mittwoch auswärts gegen die Rhein-Neckar Löwen in die letzten acht Spiele der Saison. Um 20.15 Uhr wird die Partie in der SAP Arena angepfiffen, in der die Grün-Weißen großer Außenseiter sind.

„Wir haben nichts zu verlieren“, sagt GWD-Trainer Ulf Schefvert vor dem Spiel gegen die Rhein-Neckar Löwen. Dennoch fordert der Schwede von seiner Mannschaft eine kampfbetonte Partie. Und diese Forderung scheint auch für die Spieler umsetzbar zu sein, denn in der freien Bundesligaphase hat das Team vor allem viel in Sachen Kraft und Ausdauer trainiert. Einziger Wehrmutstropfen während der Vorbereitung auf das Spiel gegen die Badener: Nicht nur die Langzeitverletzten fehlten, sondern auch einige Akteure, die mit ihrer jeweiligen Nationalmannschaft unterwegs waren. „Wir haben deshalb mit ein paar Jungs aus der zweiten Mannschaft trainiert. Den ein oder anderen werden wir wegen des geschrumpften Kaders sowieso für die restlichen Spiele benötigen“, macht Schefvert die Situation der Mannschaft noch einmal deutlich.

In die Partie gegen die Löwen geht der GWD-Coach trotz Außenseiterrolle optimistisch: „Ich sage immer wieder, dass im Teamsport viel passieren kann. Man weiß vorher nicht, wie die Löwen in das Spiel gehen werden. Vielleicht haben sie auch den Fokus mehr auf das Viertelfinalspiel in der Champions League gegen den THW Kiel gelegt. Möglich wäre es. Mit einer hohen Motivation könnten wir auch einer Topmannschaft einen Punkt klauen“. Trotzdem gibt Schefvert zu, dass die Rhein-Neckar Löwen, einen attraktiven Handball spielen. „Sie sind nicht die beste Mannschaft Deutschlands, aber die Mischung des Teams ist sehr gut“. Vor allem das gute Torhütergespann mit Henning Fritz und dem polnischen Nationaltorwart Slawomir Szmal könnte den Mindener Akteuren den Zahn ziehen. Derzeit stehen die Löwen auf Platz Vier der Tabelle und wissen, dass das Rennen um den dritten Rang eng sein wird. „Möglicherweise ist das Torverhältnis am Ende entscheidend. Ich werde Minden nicht unterschätzen, aber ich strebe einen deutlichen Erfolg an“, wird Fritz auf der Homepage der Rhein-Neckar Löwen zitiert. Mindens Abwehr muss in dieser Partie besonders ein Auge auf die Spieler Uwe Gensheimer (152 Tore) und Karol Bielecki (124 Treffer) haben. „Vor allem Gensheimer spielt fantastisch auf der Linksaußen Position“, erkennt Schefvert das deutsche Talent hoch an.

Wegen des Vulkansausbruchs auf Island, konnten Mindens Nationalspieler  Svenn-Erik Medhus, Rene Bach Madsen und Barna Putics nicht wie geplant mit dem Flugzeug zurück nach Deutschland reisen. Medhus kam nach einem Turnier in Skandinavien zusammen mit der Deutschen Nationalmannschaft mit einer Fähre nach Hause, Putics legte über 1000 Kilometer mit dem Auto zurück. Ingimundur Ingimundarson sitzt noch mit den isländischen National- und Rhein-Neckar Löwen Spieler auf Island fest. Wie und wann er vor dem Spiel gegen die Badener zurückkommen wird ist noch ungewiss.

Ein wenig schauen die Mindener dieser Tage schon auf den 1. Mai, wenn es auswärts gegen den TSV Dormagen im Kellerduell zur Sache geht. Denn dort fordert Schefvert nicht nur ein gutes Spiel, sondern auch zwei Punkte, die mit an die Weser genommen werden sollen. „Die Partie gegen Dormagen hat eine höhere Priorität, aber man kann das zweite Spiel nicht vor dem ersten spielen“, zeigt der GWD-Coach volle Konzentration auf die Begegnung seiner Mannschaft mit den Rhein-Neckar Löwen.