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Aktuelle Tabelle
| 3 | Eintracht Hildesheim | 4:0 | 9 |
| 4 | Wilhelmshavener HV | 2:0 | 5 |
| 5 | GWD Minden | 2:0 | 5 |
| 6 | HC Empor Rostock | 2:0 | 3 |
| 7 | TUSEM Essen | 2:2 | 6 |
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"Wenn wir gewinnen, wären das vier Punkte"
Sie haben Mitte Februar eine reizvolle aber auch eine ebenso schwierige Aufgabe in Minden übernommen. Welchen Eindruck haben Sie bisher von der Mannschaft und dem Umfeld gewonnen?
Der Eindruck ist sehr gut. Das Selbstvertrauen war nicht besonders hoch als ich gekommen bin, weil viele Spiele verloren wurden. Es ist schwierig, sich jeden Tag für das Training zu motivieren, wenn es nicht läuft. Wenn Du im Tabellenkeller bist, kommen viele negative Dinge zusammen. Wir haben viel Pech mit Verletzungen gehabt, das erhöht dann die Belastung für die übrigen Spieler und natürlich auch wiederum deren Verletzungsrisiko. Das ist schwierig zu durchbrechen. Aber wir haben versucht, das nach und nach zu verändern. Einige Schritte haben wir schon geschafft.
Was stimmt Sie zum jetztigen Zeitpunkt so zuversichtlich, den Klassenerhalt zu schaffen? Ist Minden also noch zu retten?
Ich bin sehr optimistisch. Es sind noch zwölf Spiele zu spielen und das macht insgesamt 24 Punkte. Wir haben jetzt eine schlechte Zeit hinter uns, aber wir bereiten uns gerade gut vor und hoffen, dass danach eine positive Phase folgt.
In diesem Zusammenhang fällt in diesem Monat sicherlich eine Vorscheidung am 20. März im Vier-Punkte-Spiel in Balingen?
Es ist sicherlich ein schwieriges Spiel, weil Balingen sehr heimstark ist. Das haben sie gegen Kiel bewiesen. Für uns sind jetzt alle Spiele wichtig und es ist schwierig, da einzelne Begegnungen herauszuheben. Wenn es uns gelingt das Spiel zu gewinnen, wären das natürlich gefühlte vier Punkte.
Sie haben international schon viel gearbeitet, unter anderem in Griechenland. Sie haben einmal gesagt Trainer in Griechenland zu sein, ist aufregend, aber auch anstrengend. Anstrengender als in Deutschland?
Über meine Zeit in Griechenland könnte ich ein Buch schreiben. Griechenland war Handball-Niemandsland und in Deutschland hat es dagegen eine große Tradition. Darum sind viele Dinge in Deutschland natürlich leichter, weil das Wissen dort einfach schon vorhanden ist. Die Mentalität ist in Griechenland natürlich ganz anders. Dort werden besonders in den Teamsportarten die Trainer gewechselt wie hierzulande die Unterwäsche. Das macht es nicht einfacher. Nach jedem Spiel, das Du verloren hast, musstest Du damit rechnen, nach Hause geschickt zu werden. Das Positive war aber, dass es dort vor zehn Jahren viele talentierte junge Spieler gab, die wirklich den Willen hatten, etwas bei den Olympischen Spielen zu bewegen. Viele von ihnen wie Alvanos, Karipidis und Balonmanos kennt man heute sehr gut aus der Bundesliga.
Was machen Sie anders als Ihre Trainerkollegen um erfolgreich zu sein bzw. was sind Ihre Maxime?
Ich weiß nicht, wie mein Vorgänger Richard Ratka gearbeitet hat. Meine Philosophie vom Handball ist die, dass man das eigene Spiel an den Fähigkeiten der Spieler anpassen muss. Ich kann nicht etwas versuchen, das mit der Mannschaft nicht funktioniert. Wenn Du 60 Minuten Tempohandball spielen möchtest, musst Du auch die Leute dafür haben. Das kann vielleicht der THW Kiel oder Ciudad Real, aber wir können das im Moment nicht.
Minden ist Ihre erste Trainerstation in Deutschland. Wollen Sie länger in der Bundesliga bleiben?
Wer weiß....
Das Interview führte Ferdinand Jacksch.
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