Mark Schober (TOYOTA Handball-Bundesliga) im Interview31.03.2011

Mark Schober (TOYOTA Handball-Bundesliga) im Interview
"Der Rookie Cup ist ein wichtiger Baustein in der Nachwuchsförderung"

Im Hause der TOYOTA HBL ist Prokurist Mark Schober Leiter Marketing & Unternehmensentwicklung. Als solcher kümmert er sich auch um zahlreiche Projekte, die aus dem Fördertopf des Jugendzertifikats finanziert und organisiert werden. Wie schon im vergangenen Jahr findet auch diesmal wieder an den Ostertagen (22. bis 24. April) der Rookie Cup in Berlin statt, einem Projekt zur Förderung des Nachwuchses und der Entwicklung von Top-Spielern. Gemeinsam mit den Präsidiumsmitgliedern Bob Hanning (Manager der Füchse Berlin) und Frank Flatten (Manager der HSG Düsseldorf) kümmert sich Schober um die Vermarktung und die Durchführung des Turniers – und hat dabei noch einige andere Ideen im Kopf…

Die zweite Auflage des von der TOYOTA Handball-Bundesliga ins Leben gerufenen Rookie Cup, der in diesem Jahr übrigens wieder von REHBAND präsentiert wird, steht kurz bevor. Ganz offensichtlich war das Debüt im vergangenen Jahr am Austragungsort Berlin eine erfolgreiche Veranstaltung.
Schober: Ja, ohne jeden Zweifel. Die Füchse Berlin und der Handballverband Berlin sind in der operativen Umsetzung vor Ort Gold wert. Außerdem ist Berlin an sich für die Spieler ein großes Erlebnis. Trotz des Erfolges planen wir, im Folgejahr die Ausrichtung des Rookie Cup auszuschreiben und können uns durchaus auch andere Standorte vorstellen. Der Rookie Cup ist nicht zwangsläufig an Berlin gebunden. Und nach 2012 soll er im Zweijahres-Rhythmus stattfinden, da dies sichtungstechnisch am meisten Sinn macht.

Wie viele Mannschaften werden teilnehmen und welcher Modus wird gespielt?
Schober: Aufgrund des großen Interesses im vergangenen Jahr haben wir diesmal aufgestockt und werden mit insgesamt 20 Teams spielen. Dabei wird das Teilnehmerfeld in vier Fünfergruppen aufgeteilt, wobei sich die jeweils beiden stärksten Teams für das Viertelfinale qualifizieren werden.

Stellt denn jeder Bundesligist ein Team?
Schober: Nein, aber jeder Bundesligist hat die Chance, dabei zu sein. Sicher dabei sind der aktuelle deutsche A- und B-Jugendmeister, die Auswahl des Deutschen Handballbundes des Jahrgangs 1994 und der Titelverteidiger. Die restlichen 16 Plätze werden äquivalent zur Anzahl der gemeldeten A-Jugendmannschaften in den jeweiligen Regionalverbänden und deren Tabellenplatzierung (zum 31.12.) in den jeweils höchsten Spielklassen unter den Bundesligisten verteilt.

Titelverteidiger GWD Minden spielt gegenwärtig nur in der 2. Liga.
Schober: Sicher, Minden ist gegenwärtig nur Zweitligist. Aber was das angeht, ist der Rookie Cup ja – wie bereits erwähnt – keine geschlossene Gesellschaft. Für die Teilnahme gibt es die gerade genannten, klar festgeschriebene Qualifikationskriterien. Und aufgrund dieser Kriterien werden in diesem Jahr auch noch die A-Jugendteams von Eintracht Hildesheim, HSG ART/Düsseldorf, SG BBM Bietigheim und TV Hüttenberg dabei sein, deren Topmannschaften allesamt in der 2. Liga spielen.

Was gibt es Neues?
Schober: Wir werden den Rookie Cup in Zusammenarbeit mit Rehband und handball-world.de in diesem Jahr umfangreicher kommunikativ auf unserer Website www.toyota-handball-bundesliga.de und handball-world begleiten. Dazu gehören unter anderem auch Bewegtbilder, aktuelle Ergebnisse und Teamvorstellungen im Vorfeld.

Der Rookie Cup ist lediglich eine Komponente in der Arbeit der TOYOTA Handball-Bundesliga für den Nachwuchs. Welchen Stellenwert innerhalb des Gesamtkonzeptes spielt dieses Nachwuchsturnier?
Schober: Der Rookie Cup ist neben dem Jugendzertifkat, dem Trainersymposium, dem aktuell laufenden Schulwettbewerb, der Einführung der Jugendbundesliga in der kommenden Saison und weiteren Maßnahmen ein wesentlicher Baustein, der gemeinsam mit den anderen Projekten sowohl im Nachwuchs- als auch im Anschlusskaderbereich wirken soll. Weitere Ideen und mögliche Veränderungen werden sich ganz sicher in den nächsten Wochen durch die aktuell stattfindenden intensiven Gespräche beispielsweise in der Task-Force des DHB und in Gesprächen mit unseren Klubs ergeben. Wir denken auch zusammen mit den Vertretern im Präsidium über Maßnahmen zur Förderung dualer Karrieren oder Hilfen zur speziellen und positionsspezifischen Schulung von Spielern im Anschlussbereich der Bundesligaklubs nach.

Im Vorfeld des Rookie Cup findet zudem das Jugendkoordinatorenteffen der TOYOTA HBL statt in Berlin statt.
Schober: Stimmt. Am Mittwoch und am Donnerstag vor dem eigentlichen Rookie Cup haben wir die Jugendkoordinatoren der HBL-Klubs eingeladen zu einem Treffen. Dabei beschäftigen wir uns mit Aufgaben des Jugendkoordinators, dualer Karriereförderung für junge Talente, Migration im Handball, Talent- und Eliteförderung im Deutschen und Französischen Handball sowie im Deutschen Fussballbund (DFB) und der Weiterentwicklung der Jugendförderung der Liga. Dabei werden neben Francois-Xavier Houlet und Jörg Adami (Mitglied Vorstand Deutsche Sporthilfe) auch Vertreter des DFB sein. Unter anderem ist Matthias Sammer, der Sportdirektor des DFB, angefragt.