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06.05.10

VorderGRÜNdig: GWD - VfL Gummersbach

VorderGRÜNdig: GWD - VfL Gummersbach
Innerhalb von neun Tagen muss GWD Minden drei Spiele absolvieren. Dieser Handball-Marathon wird am Samstag mit der Heimpartie gegen den VfL Gummersbach eröffnet. Um 20.15 Uhr wird die Partie der Traditionsvereine von dem Schiedsrichtergespann Colin Hartmann und Stefan Schneider angepfiffen.

„Da haben wir jetzt mal einen richtigen Rhythmus. Es ist viel besser, als ein Spiel pro Woche zu haben", sieht GWD-Trainer Ulf Schefvert den bevorstehenden Partien positiv entgegen. Doch zunächst einmal beschäftigen er und seine Mannschaft sich mit dem ersten Gegner, dem VfL Gummersbach. Der Konkurrent aus dem Bergischen Land zeigt sich in dieser Saison ziemlich stark, steht derzeit in der Bundesliga auf dem sechsten Platz. „Die sind überraschend gut. Ich muss sagen, dass ich damit nicht gerechnet hätte. Sie spielen über Wert", erkennt Frank von Behren die Leistung der Mannschaft von Trainer Sead Hasanefendic an. Beim Hinspiel verloren die Grün-Weißen mit einem knappen 29:31 (15:15), wollen dieses Mal gegen den Europapokalfinalisten und Lufthansa Final Four -Teilnehmer allerdings noch mehr Gas geben. In der jüngsten Partie gegen die TSV Hannover-Burgdorf haben sich die Gummersbacher schwer getan und nur mit einem Tor gewonnen (28:27). Ein Arbeitssieg, der die Mindener auf eine Überraschung hoffen lässt.

Während der Vorbereitung auf die Begegnung hat sich Coach Ulf Schefvert ein paar der Gästespieler genauer angeschaut: „Wir müssen versuchen Goran Stojanovic müde zu werfen. Für mich ist er einer der besten Torhüter in der Liga. Meiner Meinung nach wäre der VfL ohne ihn nicht auf Platz sechs." Mindens Schwede macht weiterhin auch auf die vielen individuellen Akteure der Bergischen Mannschaft aufmerksam. „Sie haben zwar einen kleinen Kader, aber mit Spielern wie Adrian Pfahl und Christoph Schindler sind sie ziemlich gut aufgestellt. Insgesamt ist das Team ein guter Mix aus Kraft und Schnelligkeit." Reichlich Kopfzerbrechen bereitet Schefvert und von Behren in dem Zusammentreffen der Traditionsvereine die außergewöhnliche Defensivstrategie des VfL: Der Wechsel zwischen verschiedenen Abwehrformationen hat auch schon die Großen der Liga vor erhebliche Probleme gestellt. „Gummersbach ist in der Hinsicht schon etwas kompliziert. Man weiß vorher nicht, wie sie die Abwehr aufbauen werden.", muss sich der Angriff von GWD Minden auf eine spezielle Defensive gefasst machen.

Für die Grün-Weißen gilt es in den kommenden Partien, ihren guten Lauf fortzusetzen und besser in der Deckung zu agieren. Trotz des dünnen Kaders wollen sie stark spielen, um so die Hoffnung auf den Klassenerhalt aufrecht zu erhalten. Für den verletzten Christopher Kunisch (Innenbandanriss) wird der Isländer Ingimundur Ingimundarson nun auch vermehrt in der Offensive zum Einsatz kommen. Kunisch fällt nach seinem Unfall in Dormagen für acht Wochen aus. Dennoch gibt die dezimierte Mindener Mannschaft nicht auf. „Wenn wir konzentriert agieren, können wir die Anderen schlagen. Wir wissen, was auf dem Spiel steht", macht Ulf Schefvert seinem Team und den Fans Mut.